Sevillas älteste Rezepte stehen nicht in Büchern: Sie leben hinter einem Kloster-Drehfenster, wo Klausurnonnen sie seit Jahrhunderten unsichtbar herstellen. Yemas aus San Leandro, Olivenölkuchen von Madre de Dios und Süßes vom Torno kauft man durch ein Drehfenster, bar und ohne die Herstellerin zu sehen.
Die Route
Apartamento Esencia Sevilla
Startpunkt der Route. Geh von der Unterkunft zur ersten Station.
Convento de Santa Paula
Klausurkloster des 15. Jh. mit gotisch-mudéjarischem Portal und Ornamentmuseum. Süßes durch die Drehluke.
Tipp: Klingeln und am Drehfenster warten: Die Nonnen antworten unsichtbar. Ihre Kürbismarmelade ist in der Saison schnell weg.
Convento de San Leandro
Das Kloster der Yemas de San Leandro, Sevillas berühmteste Süßigkeit, Rezept aus dem 16. Jh.
Tipp: Yemas sind nur Eigelb und Zucker: nichts weiter. Auch Quittensüßigkeiten aus dem eigenen Garten gibt es.
Convento de Madre de Dios
Dominikanerinnenkloster des 16. Jh., berühmt für seine Olivenölkuchen.
Tipp: Die Olivenölkuchen von Madre de Dios sind der Liebling von halb Sevilla zum Frühstück.
La Campana
Die historische Konditorei (1885) als Abschluss: Marmorvitrine und Vitrinen-Yemas.
Tipp: Vergleiche hier die industriellen Yemas mit den Kloster-Yemas der Route: kein Vergleich. Die Kloster-Yemas sind handgemacht und kleiner.
Confitería El Torno (Plaza del Cabildo)
Süßigkeiten des Klosters Santa María la Real, verkauft durch eine Drehluke im verstecktesten Innenhof des Zentrums.
Tipp: Man betritt durch das Silberwarengeschäft El Torno. Der halbrunde Hof ist ein verborgenes Juwel, das wenige Touristen finden.